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reading tofu

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The Global Perspective (paperback, 2018, Kersplebedeb)
No rating

In the 1970s and 80s, Torkil Lauesen was a member of a clandestine communist cell …

If we look at the top three hundred pension fund assets between 2009 and 2014, and split them by fund domicile, we find that the US and Japan own half of the world’s retirement wealth, the US 38 percent, and Japan 12 percent. Next is the Netherlands: with a population of only seventeen million people (0.23 percent of the global population), the country holds 7 percent of pension assets. Norway and Canada follow close behind with 6 percent each.

[…] We can conclude from this brief survey of the pension system that many workers in the Global North have invested heavily in stocks and bonds via their retirement accounts. In other words, their well-being in retirement is directly linked to the well-being of capitalism. They have much more to lose than their chains.

The Global Perspective by , ,

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The Global Perspective (paperback, 2018, Kersplebedeb)
No rating

In the 1970s and 80s, Torkil Lauesen was a member of a clandestine communist cell …

In the 1980s, it became popular to describe Western societies as “post-industrial.” Immaterial labor, meaning labor related to knowledge, information, communications, service, creativity, and what has been dubbed the “experience economy” became increasingly important. We are a far cry from a “post-industrial” world, however: computers, screens, smart phones, and all the other consumer goods we use in ever increasing quantities are produced by actual people. Globally, there are more industrial workers today than four decades ago, not less. Industrial production has not disappeared, it has only been moved out of sight if you live in the Global North. While the labor is done in the South, it is still controlled by the North, which handles finance and trade, and enforces property rights.

The Global Perspective by , ,

Why we matter (2021, Aufbau Verlag)
5 star

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime …

Einmal alles bitte

5 star

Emilia Roig liefert einen Rundumschlag gegen Rassismus, Kapitalismus und das Patriarchat. Sie beschreibt systematische Macht- und Diskriminierungsverhältnisse sowie Intersektionalität verständlich und anschaulich, hier und da leider mit ein paar Fremdwörtern zuviel, und greift dabei unterschiedlichste Thematiken auf.

Im Vergleich mit anderen Büchern die häufig mit "Why We Matter" genannt werden, tritt sie radikaler auf und benennt Kapitalismus als klares Problem das überwunden werden muss, um die anderen Unterdrückungsstrukturen überwinden zu können. Auch die Abschaffung der Polizei ist gut eingebundenes Thema.

Bei den Lösungen geht sie - bei klarer Abgrenzung von kapitalistischer Selbstoptimierung die heutzutage häufig mit Yoga oder Meditation verbunden werden - auch auf spirituellere Themen ein, die mir eher fremd sind, für mich aber nachvollziehbarer wurden.

Why we matter (2021, Aufbau Verlag)
5 star

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime …

Rassismus hat bisher überlebt, weil wir nach wie vor glauben, dass es sich um eine bewusste Voreingenommenheit von gemeinen Menschen handelt. Diese Dichtomie, die eine Welt böser Rassist*innen und mitfühlender Nicht-Rassist*innen postuliert, ist selbst ein rassistisches Konstrukt, das die systemische Ungerechtigkeit überlagert und ausblendet und dem Rassismus eine so erschütternde moralische Bedeutung verleiht, dass weiße Menschen, insbesondere die Progressiven, nichts damit zu tun haben wollen.

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Politisch aktiv sein und bleiben (Softcover, Unrast Verlag)
No rating

Die politischen und persönlichen Herausforderungen nehmen für engagierte Menschen stetig zu. Wie können wir – …

In den ersten Jahren meines politischen Aktivismus habe ich mich, abgestoßen von unserer sinnlosen Gesellschaft, maximal sinnsuchend in politische Kämpfe gestürzt, wobei ich hart gegenüber mir selbst war. Dieses ausschließlich auf Sinn zentrierte Leben hat mich aber von anderen Menschen entfremdet, mich härter werden lassen und selbstgerechte Tendenzen in mir verstärkt. Mir war die Freude abhanden gekommen. Erst nach einigen Jahren habe ich begriffen, dass eine Sinnorientierung im Leben essenziell ist, aber mit Freude in Balance gebracht werden muss. Freude wirkt als Gegengift zum Ausbrennen und gleichzeitig ist es ein Symptom von Burnout-Prozessen, wenn wir die Fähigkeit zur Freude verlieren. Befreiung und befreiende Momente sind unmittelbar mit Freude verbunden. Mit Taktiken wie der Spaßguerilla über Carnival against Capitalism oder Reclaim-the-Streets-Partys werden, wie mit vielen anderen kreativen Straßenprotestformen eine Mischung von Aufstand, Kunst und Humor zelebriert, die den Verhältnissen trotzt. Gleichzeitig haben diese Taten der subversiven Freude Ausstrahlungskraft. Die bewaffnete Freude oder eine klammheimliche Freude - Freude ist ansteckend. Die Freude an der Subversion, der Überwindung von Hierarchien und Herrschaft. Auch Soziale Bewegungen brauchen ihre Feste und sind Ausdruck von Freude und Spaß. Dabei besteht die Gefahr dass linke Feierkultur wie hedonistischer Partyaktivismus oder der 'Ferienkommunismus' des Fusion Festivals sich nahtlos in den Konsumismus unserer Gesellschaft einreiht. [...] Exzessive Feierei kann schon destruktive Züge annehmen und das Vergnügen kann auch Fluchtreaktion sein vor den großen Problemen unseres Lebens und der Welt. Doch manchmal brauchen einige Menschen auch einfach diese Flucht und Leichtigkeit um ihren inneren Freiraum zurückzugewinnen. [...] Freude zu kultivieren auch in düsteren Zeiten ist eine essenzielle Überlebensstrategie. [...] Dazu zählt auch die tiefe Freude, die sich einstellt, wenn Ängste überwunden bzw. durchlebt werden.

Politisch aktiv sein und bleiben by

@Dark_earth Ich lese es so, dass sie Kooperation, Beratung, gegenseitige Hilfe und sozialien Frieden als Bedingungen ansieht die erfüllt sein müssen und sein werden, um vor Schaden und Schmerz zu bewahren. Ich glaube auch nicht, dass Leben komplett ohne Schaden und Schmerz möglich ist, aber ohne bestimmte Arten die unsere momente Gesellschaft hervorbringt (durch die genannten zu ersetzenden Strukturen). Wo ich's nochmal lese klingt es ein bisschen, als würde das eine das andere automatisch hervorbringen, falls es so gemeint ist, denke ich das auch nicht.

Why we matter (2021, Aufbau Verlag)
5 star

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime …

Unsere Gesellschaften funktionieren unter der Annahme, dass Menschen von Natur aus schlecht sind, dass sie, wenn sie nicht kontrolliert, diszipliniert, bestraft und genötigt werden, Verbrechen begehen, faul sind und zum Zusammenbruch der Gesellschaft beitragen würden. Ich glaube das Gegenteil. Ich glaube, dass denn Menschen anderen Schaden zufügen, dann deshalb, weil sie selbst Schaden erleiden oder erlitten haben - und nicht, weil es in unserer inneren Natur liegt. Wenn es uns gelingt, eine Gesellschaft zu kultivieren, die uns alle vor Schaden und Schmerz bewahrt, werden wir erleben, wie Kooperation den Wettbewerb ersetzt, Beratung die Autorität, gegenseitige Hilfe die Polizeiarbeit und sozialer Frieden das Misstrauen.

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